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Kapellfest

 
Bild: Muttergottes-Statue

Seit einer wundersamen Heilung und dem Bau der Kapelle zur "Schmerzhaften Mutter im Ried" im Jahre 1684 mehrten sich die Pilgerzüge zum Gnadenort.

Bekannt sind von früher her noch die Prozessionen, wie auch die Bittwoch-Kreuzgänge der verschiedenen Pfarreien und die Güterprozession der Genossame Lachen.

Geblieben ist aber seit nun über 300 Jahren das Kapellfest. Dieses findet alljährlich am Passionssonntag statt. Es ist der gehaltvollste religiöse Brauch weitherum.

Am Morgen des Passionssonntags wird in der Kapelle eine feierliche Messe zelebriert. Weitere Höhepunkte des Tages sind die Ehrenpredigt am Sonntagnachmittag und das Miserere am Sonntagabend. Beim Einnachten beginnt die stimmungsvolle Lichterprozession von der Kapelle im Ried draussen zurück in die Pfarrkirche. Entlang der Prozessionsroute sind die Fenster mit Transparenten bespannt, die religiöse Motive zeigen. Brennende Kerzen auf den Fenstersimsen weisen den Weg zur Pfarrkirche. An der Prozession nehmen die Schulkinder, die Standesvereine, die Vereinsfahnen mit Fahnenwache, der Kirchenchor, die Harmoniemusik und die Behörden teil. Die militärische Ehrenwache untersteht dem jüngsten Offizier der Gemeinde. Unter einem "Himmel" trägt ein Priester das Allerheiligste. Zur Pfarrkirche zurückgebracht wird auch die Statue der Schmerzhaften Muttergottes. In der Pfarrkirche findet ein feierliches Te Deum statt.

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Gedruckt am 20.08.2018 19:48:10