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August Oetiker

1874 - 1963

Das Leben August Oetikers war vollkommen der Musik gewidmet. Musikdirektor Oetiker wurde am 22. September 1874 in Lachen geboren. Früh nahm er schon am kirchlich-musikalischen Leben in Lachen teil. Auch im Kollegium komponierte er bereits für die Harmoniemusik Märsche und bald wechselte er vom Gymnasium ins Musikstudium. Er studierte bei Friedrich Hegar in Zürich. 1892 trat er erstmals als Pianist auf. 1895 dirigierte Oetiker den Sängerverein Lachen und komponierte eine Messe. Danach zog er weiter nach Berlin und Regensburg und bildete sich zum Organisten aus. 1901 liess sich August Oetiker in Thun nieder und leitete dort während 40 Jahren den Männerchor, den gemischten Chor, den Kirchenchor Cäcilia, den Lehrergesangsverein und den Orchesterverein. Er dirigierte auch Chöre in Bern, Interlaken, Burgdorf und Frutigen. An rund 70 Sängerfesten war er Kampfrichter und sogar zu einem internationalen Wettgesangsfest holte man ihn als Experten nach Venedig. Von 1907 bis 1920 war August Oetiker auch Organist an der Stadtkirche Thun. 1908 dirigierte er das erste Schoeck-Konzert in der Schweiz. Persönlich gab er viele Klavierkonzerte. Oetiker war auch über den Kanton Bern aus bekannt, denn zeitweise leitete er Chöre in Luzern, Brig und Visp. Er komponierte auch viele Kirchenlieder und Volkslieder. August Oetiker verstarb 1963 im hohen Alter von 89 Jahren in Thun. Er darf als führender Musiker der Schweiz bezeichnet werden.

Bild: August Oetiker


 

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Gedruckt am 18.10.2018 05:13:39