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Entwicklung Industrie und Gewerbe

 

Eine erste wirtschaftliche Veränderung in Lachen brachte die Gründung der mechanischen Weberei oben am Spreitenbach, auf dem Gebiet der Gemeinde Galgenen. Sie besteht heute noch als Zwirnerei. 1893 kam eine weitere Pionierindustrie nach Lachen. Der Horgener Seidenfabrikant Hans Stünzi baute eine Seidenstoffweberei mit 300 Stühlen. Der Betrieb wurde 1994 aufgegeben und nach Italien verlegt. An diese Textilindustrie erinnert nur noch die Seidenstrasse. Um die Jahrhundertwende wurde die Möbelindustrie gegründet. Die Möbelfabrik von Max Stählin bestand aus vier Werken und beschäftigte in der Hochblüte 300 Personen. Die Fabrikation wurde 1987 vollends aufgegeben und alle Werke, samt Bretterhalle wurden abgebrochen. Beim Bahnhof entstand 1917 die Möbelfabrik von Peter Rüttimann, später Rüttimann & Rothlin. Dazu gehörte ein grösseres Sägereiareal. Die Möbelfabrik wurde 1985/87 liquidiert. Auf dem Sägereiareal entstand die Möbelfabrik Lüönd. Sie fiel 1985 einem Grossbrand zum Opfer. In den späten 60er Jahren baute die Firma Grob AG Horgen eine grössere Weblitzenfabrik. Sie besteht heute noch. Verschwunden sind aber die Schuhfabrik Growela und die Teppichwerke Forbo. Dafür entstanden neue Fabriken, wie die Mikroventil und die Lackfarbenfabrik.

Die gewerbliche Entwicklung nahm ihren Anfang 1860 mit der Gründung des "March-Anzeigers", der heute noch bestehenden Lokalzeitung. Daneben existiert seit einigen Jahren in Lachen auch die "March-Höfe-Zeitung". Schon 1831 bestand in Lachen eine Agentur der "Mobiliar-Versicherung". Heute sind im Dorf neun Versicherungsagenturen tätig. In das Jahr 1841 fällt die Gründung der ersten privaten, erwerbswirtschaftlich tätigen Bank, die "Sparkasse der March", später die Ersparnisanstalt Bütschwil (heute swissregiobank). Nach und nach etablierten sich in Lachen die Schwyzer Kantonalbank, die Schweizerische Kreditanstalt, die Schweizerische Bankgesellschaft und später noch der Schweizerische Bankverein. Bereits schon 1925 kam auch die Leih- und Sparkasse vom Linthgebiet nach Lachen, heute Bank vom Linthgebiet. In Lachen gibt es heute rund 60 Handwerks- und Detaillistenbetriebe.

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Gedruckt am 22.01.2018 12:01:54